Neues aus dem Rathaus und Röbel
von Kathrin Grumbach
Leider ist aus der guten Idee, jeden Monat einen Brief mit Informationen aus der Stadtvertretung zu schicken, nichts geworden. Das war vielleicht doch etwas zu ambitioniert für den Alltag! Vielleicht reduzieren wir unser Versprechen in Zukunft auf das Quartal? Dann käme es auch mit einer Sitzungsfolge einigermaßen hin.
Seit Februar hat sich die Stadtvertretung Röbel mit folgenden Themen beschäftigt:
Zum einen freuen wir uns sehr darüber, dass aus der Idee, einen Bürgerrat „Lebenswerte Innenstadt“ zu etablieren, nun endlich Wirklichkeit wird. Im Mai fand das erste Arbeitstreffen statt. Nach einer umfangreichen Vorbereitung wurden nach einem ausgeklügelten System per Zufall 260 Leute angeschrieben. Von denen sich die allermeisten zurückgemeldet haben. Tatsächlich gab es mehr Interessenten, als Plätze (25) zur Verfügung stehen, ein erster guter Erfolg der zeigt, dass das Interesse an unserer Stadtentwicklung groß ist.
Der von uns stark befürwortete Jugendbeirat steht mit der Neuwahl des Vorstandes vor einer großen Bewährungsprobe. Der jungdynamische und redegewandte 1. Vorsitzende Jonas Schwab ist beim Bund und steht daher nicht mehr zur Verfügung. Auch andere SchülerInnen wollen sich z.B. im Abiturjahr etwas zurückziehen. So bleibt es abzuwarten, wer sich auf den Aufruf zur Mitarbeit im Jugendbeirat meldet. Es wäre zu schade, wenn das kleine Pflänzchen Mitgestaltung durch Jugendliche schon wieder eingehen würde!
Mit der letzten Wahl der Stadtvertretung und vor allem mit unserem neuen Stadtpräsidenten Dierk Kroeger ist ein neuer Wind in die kommunalpolitische Arbeit eingezogen. Was wir Grüne schon lange gefordert haben, eine Bürgersprechstunde, ist nun seit über einem Jahr Wirklichkeit und wird monatlich angeboten. Alle Fraktionen beteiligen sich nach Möglichkeit daran. Wir haben etwas mit der Tageszeit und auch den Wochentagen herumexperimentiert. Doch es sollte nun jedermann bekannt sein, wo und wie man an die Informationen herankommt. Die Bürgersprechstunde findet monatlich im, immer noch nicht ausgestalteten, Begegnungszentrum Werner Schinko statt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kommen tatsächlich immer mehr BürgerInnen mit den unterschiedlichsten Anliegen und es gibt ein gutes Gefühl, reden zu können. Wir haben nun auch eine Lösung gefunden, damit zwischen Bürgern-Stadtvertretung-Verwaltung kein Informationsverlust entsteht und die Bürger zeitnah eine Rückmeldung bekommen. Bei den Anfragen der BürgerInnen geht es unter anderem um unbefriedigende Parkplatz- Situationen, Löcher in den Straßen, Hinweise zu gewünschten Angeboten / Veranstaltungen und immer mal wieder um Müll und Nachbarschaftsstreitereien.
Am 1. Mai wurde nicht nur die Saison im Bürgergarten eröffnet, sondern auch die kostspielige Überdachung des Amphitheaters, dass nun witterungsgeschützte Bedingungen für Musiker und Künstler (und Politikerinnen) und natürlich Gäste bietet.
Erste Bewährungsprobe dafür gab es gleich am 2. Mai, als die Sozialministerin Stephanie Drese zum Bürgerdialog vor Ort war und unter dem Dach Regenschutz fand. Unser Bürgermeister Matthias Radke nutzte die Gelegenheit, um über die Möglichkeiten der Förderungen für ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu reden. Wie alle wissen, steuern wir – ohne Gegenmaßnahmen – im ländlichen Raum auf ein medizinisches Versorgungsdesaster zu. Darum begrüßen wir ausdrücklich den Schritt der Verwaltung, hier die Möglichkeiten auszuloten. Viele andere Kommunen in MV machen es uns gleich, so dass der Run auf Mittel aus dem Krankenhaustransformationsfond bereits eingesetzt hat. In der Runde der Fraktionsvorsitzenden mit dem Bürgermeister, die regelmäßig unregelmäßig stattfinden, waren sich alle Fraktionen einig, dass wir ein MVZ wollen und brauchen. Unser großer Wunschtraum ist es, einen Augenarzt und einen Dermatologen, gern auch ein Röntgengerät, nach Röbel zu holen. Das ist nicht nur ein medizinischer Aspekt, sondern zieht Kaufkraft nach Röbel. In der nächsten Stadtvertretung wird dazu ein Beschluss verabschiedet, der die Verwaltung legitimiert, hieran weiterzuarbeiten. Woher das Geld dazu kommt, das ist dann der übernächste Schritt.
Das Projekt Polder Weiße Brücke (zwischen Jugendhaus und Umgehungstraße, Gärten, Wiesen des Ponysportvereins) nimmt wieder Fahrt auf. Nachdem das jahrelang angedachte Projekt der Wiedervernässung als CO² Speicher und folgend als Naturschutz-Bildungsobjekt durch den Rückzug des Hauptsponsors gestorben war, ist es nun das Wasser selbst, dass uns zwingt etwas zu tun. Die Agentur für nachhaltige Entwicklung (ANE) steht uns weiterhin beratend zur Seite. Auch hierzu wird es in Kürze einen Grundsatzbeschluss in der Stadtvertretung geben. Doch auch hier stellt sich die Frage: wovon können wir eine gewünschte Renaturierung bezahlen?
Am 4. Mai haben wir die Landtagsabgeordnete Jutta Wegner in der offenen Fraktionssitzung zu Gast gehabt. Nicht nur wir und Jutta W., auch der Bürgermeister, der uns die Ehre gab, war über die Teilnahme überrascht. So kamen wir mit 20 grünaffinen BürgerInnen in Kontakt, die wir teilweise vorher gar nicht kannten! Und frisch Zugezogene fanden den Weg zu Kommunalpolitikern. Schon jetzt zeigt sich ein nachhaltiges Interesse Einiger an weiteren Kontakten ab! Und dass, obwohl die Vorbereitung der Veranstaltung unter keinem guten Stern stand! Zentrales Thema der Fragen und Diskussionen war der Öffentliche Personennachverkehr (ÖPNV) auf dem Lande. Interessiert lauschten die ZuhörerInnen den Erläuterungen zu den komplizierten Finanzierungssträngen und den damit verbundenen Schwierigkeiten im Besteller-Bezahler System. Zwar haben wir mit dem ELLI-Bus und nun auch noch mit ILSE (ist das Zufall: 2 Frauen sollen das Problem lösen?) gute Ansätze. Doch es reicht nicht aus. Ehrenamt (ELLI) und Projekte müssen langfristig ausfinanziert werden. Zudem fehlt es an gesetzlichen/ steuerlichen Rahmenbedingungen, die das Arbeiten effektiver machen. Hier sind Landes- und Bundespolitik gefragt. Mit Jutta Wegner als verkehrspolitischen Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag war die Fachfrau vor Ort und wir danken für die konstruktiven Gespräche.
Das Thema regionaler Verkehr zieht sich eh wie ein roter Faden durch unsere Arbeit. Können und wollen wir als Stadt auch den ELLI-Bus finanziell unterstützen? Übernehmen wir uns finanziell mit der Stadtbus-Linie? Wie können wir die Stadtbus-Linie so verändern, dass mehr Verkaufseinrichtungen (Penny) und Wohnviertel in die Route eingebunden sind?
Am 19. Mai fand die Neuauflage von Röbel liest! wieder statt. Man kann den vielen Akteuren um die Bibliothek und den Kulturverein herum, Franziska Stracke vom Engelschen Hof und dem Kulturausschuss- Vorsitzenden Dirk Müller nur dafür danken, dass sie diese tolle Veranstaltung organisiert haben!
Frauenfrühstück 2026 im Engelscher Hof
von Sonja Suntrup
Am 7.3.26 trafen sich 20 Frauen und zwei Kinder zu einem Frauentagsfrühstück im Engelschen Hof. Dabei wurden Geschichten gelesen, es wurde gelacht, diskutiert und natürlich lecker gefrühstückt.
Ein besonderer Dank gilt den Bücherfrauen aus der Röbeler Stadtbibliothek, die mit ihrem Büchertisch und den Vorstellungen aktueller Literatur zu einem wirklich fantastischen Vormittag beitrugen. Vielen Dank auch an Kathrin Grumbach, die die Organisation der Veranstaltung übernommen hatte.
Baumpflanzung
von Helmut Geissler
Am 25. April, dem Tag des Baumes, beteiligten wir uns an der Pflanzung zweier Zitterpappeln im Warener Kurwald, gemeinsam mit den bündnisgrünen Ortsverbänden von Waren und Malchow.
Grünschnack
von Maikel Voigt
Es fanden seit dem letzten Rundbrief drei Veranstaltungen statt am
- 16. Februar: „Diskutieren mit Gegenwind?“ im Engelschen Hof mit 19 Teilnehmenden
- 20. April: „Fake News: Was kann ich noch glauben und wie kann ich handeln?“ im Engelschen Hof mit 24 Teilnehmenden
- 15. Juni ein Online Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz“ mit 10 Teilnehmenden
Im August macht der Grünschnack Sommerpause.
Der nächste Grünschnack findet am 19. Oktober statt.
Treffen des Ortsverbandes Röbel und Umgebung
von Philip Wilbrandt
Die Treffen finden alle zwei Monate statt. Sie sind offen für alle interessierte Menschen, die mehr über Bündnis 90 / Die Grünen erfahren wollen.
Seit dem letzten Newsletter fanden Treffen statt am
- Montag, 16. März 2026 im Café am Ziegenmarkt mit 11 Teilnehmenden
- Montag, 18. Mai 2026 im Café am Ziegenmarkt mit 11 Teilnehmenden
Das nächste Treffen findet am Montag, 20. Juli statt.
Film „Nie Gedacht: Augen der Flucht“
von Dirk Müller & Sonja Suntrup
Die geplante Aufführung am 23. Juni im Engelscher Hof musste leider wegen Erkrankung des Regisseurs verschoben werden. Der Nachholtermin steht aktuell noch nicht fest.
Der Film handelt über die Flucht des Syrers Basel Qarbun, zuerst innerhalb von Syrien, später im Ausland. Herr Qarbun hat aus seinen Erlebnissen einen Film produziert. Er kommt zu der Vorführung und steht für Fragen und Diskussion bereit.
Unsere nächsten Termine
- Mittwoch, 8. Juli, ab 17 Uhr, Sommerfest in Rechlin
(vorab gibt es optional eine Führung durch das Luftfahrttechnische Museum Rechlin nach vorheriger Anmeldung) - Montag, 20. Juli, 19 Uhr, Ortsverbandstreffen in Minzow
- Montag, 21. September, 19 Uhr, Ortsverbandstreffen im Café am Ziegenmarkt, Thema: Nachbereitung Wahlen





