07.06.2021

GRÜNE: Jagdbehörde weicht Problemen aus

Im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung war eine Information zum „Jagdwesen“ auf die Tagesordnung gesetzt worden. Die GRÜNE Kreistagsfraktion der Mecklenburgischen Seenplatte wollte die Gelegenheit nutzen, um einige Fragen rund um die Abschussplanung und die entsprechende Vollzugskontrolle insbesondere beim Rehwild, zu stellen. Da die Beantwortung in der Sitzung durch die anwesenden Mitarbeiter nicht möglich war und es in der Sitzung ausschließlich um die Afrikanische Schweinepest ging, wurden die Fragen im Nachgang gestellt.

Aus der anliegenden Beantwortung der Kreisverwaltung wird hauptsächlich deutlich:

Dem Problem der überhöhten Bestände des wiederkäuenden Schalenwildes wird seitens der Jagdbehörde immer noch ausgewichen.

Nach wie vor herrscht offensichtlich die Vorstellung vor, man könne Rehwildbestände zählen und müsse die Art irgendwie vor einer zu starken Reduzierung schützen.

Beanstandungen wegen offensichtlich zu niedriger Planungen gibt es hingegen nicht, obwohl die allerorten üblich sind.

Das Jagdwesen gehört übrigens zum so genannten „übertragenen Wirkungskreis“ des Landkreises; dieser führt also originäre Landesaufgaben aus. Leider hat der Kreistag hier auf Basis der Kommunalverfassung M-V ausdrücklich keinerlei Beschluss- oder Gestaltungsrechte, so dass hier von politischer Seite nicht mehr Einfluss genommen werden kann, als Dinge zu thematisieren und Fragen zu stellen.

 

Kategorien:Anfragen der Kreistagsfraktion
URL:https://gruene-seenplatte.de/presse/news-detail/article/gruene-jagdbehoerde-weicht-problemen-aus/